GOÄ - Gebührenordnung für Ärzte

Ärzte rechnen ihr Honorar bei Privatpatienten nach der folgenden Gebührenordnungen ab:
GOÄ 96: Gebührenordnung für Ärzte vom 1. Januar 1996
Es wird grundsätzlich zwischen "persönlichen Leistungen" des Arztes und "medizinisch-technischen Leistungen" unterschieden.
Für persönliche Leistungen darf das 1- bis 2,3-fache (Schwellenwert) des Gebührensatzes berechnet werden. Ein Überschreiten des Schwellenwertes bis höchstens zum 3,5-fachen Satz ist nur dann zulässig, wenn der Arzt dies schriftlich begründet.
Für medizinisch-technische Leistungen der GOÄ darf das 1- bis 1,8-fache des Gebührensatzes berechnet werden.
Ein Überschreiten des Schwellenwertes bis zum 2,5-fachen Gebührensatz ist auch hier nur mit einer schriftlichen Begründung möglich.
Für Laboruntersuchungen darf das 1- bis 1,15-fache des Gebührensatzes berechnet werden. Ein Überschreiten des Schwellenwertes bis zum 1,3-fachen Gebührensatz muss ebenfalls schriftlich begründet werden.
Im Rahmen der Gebührenordnung sind aber auch freie Honorarforderungen möglich. Diese so genannte Abdingung, die zwischen Arzt und Ihnen als Patienten schriftlich zu treffen ist, muss die Feststellung enthalten, dass eine Erstattung der Vergütung durch Erstattungsstellen (z.B. private Krankenversicherung, Beihilfe) möglicherweise nicht in vollem Umfang gewährleistet ist. Mehrkosten, die durch eine abweichende Honorarvereinbarung entstanden sind, werden nur anerkannt, wenn sie der Art und Höhe nach angemessen sind.
Einige Versicherungen bieten Tarife an, in denen auch die begründete Abrechnung über den oben beschriebenen Höchstsätzen akzeptiert wird. Dies kann für Sie u.a. dann wichtig werden, wenn Sie sich oft im Ausland aufhalten, weil dort die deutsche Gebührenordnung und damit auch Ihre Höchstsätze nicht gilt.